Wer eine bauliche Veränderung in einer Eigentümergemeinschaft durchsetzten will, muss auf alle Rücksicht nehmen. Etwas leichter lassen sich Vorhaben auf den Weg bringen, die die Wohnanlage energetisch auf moderneren Stand bringen.

1. Bauliche Veränderung

Definition: Umgestaltung des gemeinschaftlichen Eigentums durch Eingriff in die Substanz oder Durch Veränderung des Erscheinungsbildes.
Beschluss: Nur wenn jeder Wohnungseigentümer, der über das Maß des §14 Nr 1 WEG beeinträchtigt wird, zugestimmt hat, ist die bauliche Veränderung stattgegeben.

2. Modernisierung

Definition: Bauliche Maßnahme, die der Erhöhung des Gebrauchswertes, der dauerhaften Verbesserung der Wohnverhältnisse oder Einsparung von Energie und Wasser gilt.
Beschluss: Nötig ist die doppelt qualifizierte Mehrheit, d.h. mindestens 3/4 aller Wohnungseigentümer, die zusammen mehr als die Hälfte aller Miteigentumsanteile innehaben. Dabei hat jeder Eigentümer nur eine Sttimme, egal wieviele Einheiten Ihn gehören.

3. Modernisierende Instandsetzung

Definition:Maßnahme, die 8wenn ohnehin notwendige oder absehbare Reparaturen anstehen) eine vorhandene Einrichtung auf einen moderneren Stand bringt. Der reine Reparaturaufwand liegt bei über 50% der Gesamtkosten.
Beschluss: Maßnahmen der modernisierenden Instandsetzung können mit einfacher Mehrheit beschlossen werden.

Ausnahme

Die Teilungserklärung der Eigentümergemeinschaft kann eine Öffnungsklausel enthalten, die bezüglich der oben beschriebenen Maßnahmen geringere Anforderungen an die Mehrheiten stellt, als das Gesetz. Hier heißt es aufpassen, denn in diesem Falle gilt das geringere Mindesterfordernis der Teilungserklärung.

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